Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

Pokal-Mannschaft

Halbfinale  (11. 12. 2010)

Sgem. Hochneukirch I – Concordia Viersen I   2½ : 1½
 

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz des Bezirks-Pokals, daß wir früher oder später gegen die 1. Mannschaft der Sgem. Hochneukirch spielen. Fast immer.
So gesehen war schon klar, was kommen mußte, nachdem wir per Freilos ins Halbfinale befördert wurden. Eigentlich blieb nur noch die Frage ob Heim- oder Auswärtsspiel.
Das Los bescherte uns ein Auswärtsspiel, im Hinblick auf die Farbverteilung vielleicht ganz gut so. Ralph als Pokalmannschaftsführer stellte eine passable Truppe zusammen (man könnte auch sagen, die üblichen Verdächtigen). Der Terminkalender war knapp, und so saßen wir ca. 14 Stunden nach dem Ende der Stadtmeisterschaft schon wieder an den Brettern.

In der ersten Stunde tat sich schachlich nichts Aufregendes. Marcel Harff spielte schnell, Norbert Eßer und meine Wenigkeit langsam, und Wilfried Harff nutzte die reichlich vorhandene Zeit, um am Kiosk um die Ecke den Mineralwasser-Vorrat aufzufrischen. Die meisten Augen richteten sich auf den gleichzeitigen Parallelkampf zwischen Hochneukirch II und dem Rheydter SV, wo Vadim Bondarchuk gegen Patrick Kühn ein Fehler in einer Kombi unterlaufen war, der den favorisierten Rheydter schwer in Bedrängnis brachte.
Dann kam Michael als erster zur Sache.

(Brett 1)   Michael Glinzk – Marcel Harff   ½ : ½
Michael erreichte im Mittelspiel eine Stellung, in der er Raumvorteil am Königsflügel und sein Gegner am Damenflügel hatte. Als beiderseits die Königsstellung geöffnet wurde, bekam Michael die Gelegenheit, mit Schachgeboten ein Remis durch Zugwiederholung herbeizuführen.

Am Vormittag hatte ich mit unserem Ehrenpräsidenten Heinz-Jürgen Antwerpes telefoniert, der uns mit auf den Weg gegeben hatte, wir sollten „ordentlich spielen und nicht null zu vier verlieren”. Nach Michaels Remis meinte ich nun: „Mission erfüllt, wir können nach Hause fahren”, aber das war verfrüht.

(Brett 4)   Egon Klaus – Siegfried Coenen   1 : 0
Egon spielte zum zweiten Mal innerhalb 24 Stunden (Freitag in der Stadtmeisterschaft, Samstag im Pokal) gegen Siggi Coenen und gewann zum zweiten Mal. Nach der Eröffnung war eine Stellung mit langen geschlossenen Bauernketten auf dem Brett, aber dabei konnte es offenkundig nicht bleiben. Siggi investierte für einen Angriff, um die Deckung vor Egons König zu beseitigen, kam damit aber nicht durch. Egon kam rechtzeitig zum Gegenangriff, trieb den schwarzen König in die Enge und gewann so die Partie.

Nicht nur, daß Egon uns unvermutet in Führung gebracht hatte; wir hatten damit bereits das beste Ergebnis in einem Pokalspiel gegen Hochneukirch seit mehr als 10 Jahren sicher (nicht eingerechnet ein 2:2 nebst Losentscheid gegen Hochneukirch II im Oktober 2005). Zu mehr reichte es heute allerdings nicht.

(Brett 2)   Norbert Eßer – Christoph Hollender   1 : 0
Ich ließ mich in der Eröffnung auf nur halb-bekanntes Terrain ein, war aber nach 14 Zügen mit meiner Stellung halbwegs zufrieden. Dann fand Norbert ein gutes Bauernopfer, auf das ich keine gute Antwort fand; 10 Züge später hatte ich einen Turm, er dagegen das Läuferpaar und einen unaufhaltbaren Freibauern, das war hoffnungslos.

(Brett 3)   Wilfried Harff – Ralph Bemba   1 : 0
Ralph hatte im Mittelspiel eine ungefähr ausgeglichene Stellung auf dem Brett. Im Übergang zum Endspiel gab er einen Bauern ab, was aber anscheinend nicht so schlimm war. Schlimm war nur, daß er später einen Turm und damit die Partie einstellte.

Das war´s dann. Wie zuvor die 2. Pokal-Mannschaft ist auch die 1. Pokal-Mannschaft nach nur einem Spiel aus dem Bezirks-Pokal ausgeschieden.

Egal. Die Pokal-Spiele gegen Hochneukirch gibt es immer wieder (siehe oben). Ich sehe das als ein langfristiges Projekt. Und irgendwann werden wir es schaffen, ein Spiel nicht zu verlieren, da glaube ich fest daran.
In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal.

Christoph Hollender

 

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Stand: 12. Dezember 2010