Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

Pokal-Mannschaft

 

NRW - Runde 1   (1. 4. 2017)

Concordia Viersen I - SG Gladbeck I   ½ : 3½
 

Ich gewann den Sprint zur S-Bahn – mit dem Fahrrad auf der Schulter immer zwei Stufen auf einmal die Treppe zum Bahnsteig hinauf gerannt und es gerade noch zur letzten offenen Tür geschafft, bevor die Bahn abfuhr – und kam fünf Minuten vor Beginn im Spiellokal an, wo der Rest unserer Mannschaft schon wartete. So konnten wir vollzählig und in guter Stimmung in das Pokalspiel gehen, und es sah lange Zeit auch gut für uns aus. Am Ende kam aber alles anders.

Doch von Beginn an.

In der ersten Runde des NRW-Pokals, die wir beim Ratinger Schachklub spielten, wurde uns als Gegner die SG Gladbeck zugelost. Gladbeck, aktuell Tabellenzweiter in der Verbandsliga Ruhrgebiet, trat mit drei Spitzenspielern an und war nominell klarer Favorit. Wir spielten am 1. und 4. Brett mit Schwarz, an den mittleren Brettern mit Weiß.

In den ersten Stunden tat sich nichts entscheidendes. Nur Egon geriet allmählich immer mehr in die Defensive und musste einen Zentralbauern abgeben; auf der anderen Seite bekam Heinz materiellen Vorteil.

(Brett 1)   Helmut Hassenrück – Christoph Hollender   ½ : ½
Ich musste mich im Mittelspiel zunächst präzise verteidigen. Nach einem übereilten Vorstoß meines Gegners bekam ich aber stärkeres Gegenspiel, übernahm die Initiative und gewann einen Bauern. Im Endspiel sah ich trotzdem keine Aussichten auf einen Sieg und forcierte deshalb das Remis durch Dauerschach.

Zu diesem Zeitpunkt konnte uns dieses Remis genügen: Heinz hatte in einer scharfen Stellung eine ganze Figur mehr, Jürgen in ruhiger Stellung einen Bauern mehr. Mit 1½ Punkten aus diesen beiden Partien wären wir in der nächsten Runde, selbst wenn Egon leer ausgehen sollte. Doch wenige Minuten später kippten die beiden Partien von Heinz und Jürgen.

(Brett 2)   Heinz Strater – Ivan Mancic   0 : 1
Heinz hatte für Materialgewinn seine Entwicklung hinten angestellt und brachte die letzten Figuren nur spät und mühsam ins Spiel. Mit Springer und Bauer mehr sollte eigentlich aber nichts anbrennen. Dann unterschätzte Heinz aber einen Gegenangriff auf seinen König, und wenige Züge später war seine Stellung reif für die Aufgabe. Schade.

(Brett 3)   Jürgen Ebert – Gerd Frohne   0 : 1
Jürgen entwickelte sich ruhig und gewann im Mittelspiel einen Mehrbauern. Dann stellte er unvermittelt einen Figur ein. Zwar bekam er dafür noch einen zweiten Bauern, doch das war nicht genug, um die Partie noch zu halten.

(Brett 4)   Jörg Kucheyda – Egon Klaus   1 : 0
Egon kam als erster in Schwierigkeiten, und doch kämpfte er am längsten. Den Vormarsch der gegnerischen Freibauern am Damenflügel konnte er letztlich nur um den Preis einer Figur aufhalten, damit war das Endspiel verloren.

Damit endete der NRW-Pokal für uns wieder am ersten Spieltag. Unserem Gegner Gladbeck ging es nicht viel besser, sie verloren in der 2. Runde glatt gegen den Gastgeber Ratinger SK.

Christoph Hollender

 

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Stand: 10. April 2017