Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

3. Mannschaft

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4. Spieltag  (17. 3. 2019)

SG Rochade Krefeld II - Concordia Viersen III   1½ : 6½
 

Am vierten Spieltag der kurzen Kreisliga-Saison hatten wir ein Auswärtsspiel bei der SG Rochade Krefeld II.

Bei uns setzten Paul und Philipp aus. Georg musste ans 6. Brett aufrücken, hinter ihm komplettierten Rafael und zum ersten Mal Andreas die Mannschaft. Auch die Krefelder mussten zwei Stammspieler ersetzen, an den hinteren Brettern gaben sie sehr jungen Nachwuchsspielern eine Chance.

Wir erwischten einen Traumstart und gingen nach wenig mehr als einer halben Stunde durch Harald in Führung:

(Brett 3)   Harald Brando – Joao Figueiras   1 : 0
Harald nutzte früh in der Partie eine Unaufmerksamkeit seines Gegners. Der baute sich für einen Angriff auf der offenen a-Linie auf und ignorierte dabei Haralds Drohung im Zentrum. So gewann Harald einen Bauern, eine Figur und die Partie. Nach nur 16 Zügen war schon alles vorbei.

(Brett 7)   Rafael Karschkes – Leonard Brüx   1 : 0
Rafael kam zunächst nicht so gut ins Spiel, aber sein Gegner verstand es nicht, daraus Vorteil zu ziehen. So konnte Rafael sich befreien und stand nach 20 Zügen ausgeglichen. Dann versuchte sein Gegner einen Damenfang – das hätte er besser nicht gemacht. Zwar bekam er Rafaels Dame, musste dafür aber zwei Türme abgeben, und im Gegenzug bekam Rafael die Dame seines Gegners für einen Turm. Der Rest war Formsache, und Rafael spulte alles sauber und zügig herunter bis zum Matt.

(Brett 2)   René Hesche – Herbert Caumanns   ½ : ½
Herberts Beitrag zum heutigen Ergebnis war ein mannschaftsdienliches Remis, das er schon im frühen Mittelspiel abschloss.
Eine Regel der „russischen Schule” besagt, dass man nach zwei Niederlagen ein Remis folgen lassen sollte. Nachdem Herbert in den vorigen beiden Mannschaftsspielen unglücklich verloren hatte, war nun also ein Remis an der Reihe. Mit der moralischen Unterstützung vom Mannschaftsführer bot Herbert also Remis an, für die Mannschaft genau im richtigen Moment: Die dritte Gewinnpartie war schon absehbar, die vierte zeichnete sich just in diesem Moment ab. Mit 2½ Brettpunkten auf dem Konto und 2 weiteren in Aussicht war der Mannschaftskampf damit schon praktisch entschieden.

(Brett 8)   Lara Hesche – Andreas Rundau   0 : 1
Andreas hatte bei seinem ersten Einsatz in der Mannschaft leichtes Spiel. Seine junge Gegnerin übersah eine Fesselung und verlor so schon im 12. Zug die Dame. Diesen Vorteil ließ Andreas sich nicht mehr nehmen und spielte die Partie ruhig und überlegt weiter bis zum Matt.

(Brett 6)   Thiraphat Junthong – Georg Ruhm   0 : 1
Georg überraschte seinen Gegner mit einem Abzugsschach und gewann dadurch die Dame für einen Läufer. Wenig später stellte sein Gegner sich noch einmal auf eine Fesselung auf derselben Diagonale, diesmal gewann Georg eine Figur. Danach drang er mit seiner Dame in die gegnerische Stellung ein und trieb den König bis ins Matt.

Damit hatten wir nach gut zwei Stunden Spielzeit schon 4½ Punkte erreicht und den Mannschaftskampf gewonnen. Alle anderen konnten nun ohne Druck weiterspielen. In den drei übrigen Partien sah es allerdings nicht so gut für uns aus.

(Brett 5)   Dietmar Lerchner – Fabian Dreßen   0 : 1
Dietmar überließ den Krefeldern den Ehrenpunkt. Nachdem das Zentrum geöffnet wurde, geriet Dietmar in die Defensive. Er verteidigte sich zunächst gut, doch dann griff er einmal fehl und verlor eine Figur. Danach gab er die Partie auf.

(Brett 4)   Roger Esch – Sascha Röder   0 : 1
Sascha geriet früh ins Hintertreffen, er verlor zwei Bauern und stand fast schon auf Verlust. Doch dann spielte sein Gegner nachlässig, Sascha gewann erst einen Bauern zurück, dann eine Qualität, dann den zweiten Bauern. Die gefährlichste Waffe seines Gegners war ein vorgerückter Freibauer: Sascha gab die Qualität zurück, um den Freibauern zu entfernen, und kam so in ein Turmendspiel mit einem Mehrbauern. Nach dem Abtausch der Türme hatte sich das Blatt dann gänzlich gewendet, und Sascha gewann die Partie im Bauernendspiel.

(Brett 1)   Günter Schmitz – Gerd Froese   1 : 0
Günter spielte heute die mit Abstand längste Partie des Tages. Als fast alle Mitspieler bzw. Zuschauer schon auf dem Heimweg waren, ging es in dieser Partie erst richtig zur Sache. Günter musste sich gegen einen Angriff auf seine Königsstellung wehren und wählte eine schlechte Verteidigung. In der Folge verlor er seine Dame und bekam dafür nur einen Turm und einen Springer. Als nächstes hätte sein Gegner auch Günters Springer gewinnen können, doch er ließ die Chance ungenutzt verstreichen. So bekam Günter die Gelegenheit, Gegenspiel gegen den schwarzen König aufzuziehen, und diesmal wählte sein Gegner eine schlechte Verteidigung. Danach bekam Günter die Dame zurück und musste nur einen Turm dafür abgeben, hatte somit nun eine Figur mehr auf dem Brett. In Zeitnot stellte Günter noch eine weitere Falle auf, und sein Gegner lief wie am Schnürchen gezogen hinein: Mit einer Springergabel gewann Günter auch noch die letzte gegnerische Figur und damit die Partie.

So endete das Spiel nach knapp vier Stunden Spielzeit mit einem unerwartet hohen Sieg für uns. Vielleicht fiel der Sieg etwas höher aus als verdient, aber wir nehmen die Punkte gerne mit.

Das nächste Spiel der 3. Mannschaft, zugleich das letzte Spiel in dieser Saison, ist am Sonntag, den 7. 4. 2019, ein Heimspiel gegen den Tabellenletzten Turm Krefeld VI.

Christoph Hollender

 

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Stand: 18. März 2019