Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

3. Mannschaft

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4. Spieltag  (28. 11. 2010)

Springer St. Tönis IV - Concordia Viersen III   2½ : 4½
 

Dritter Sieg im dritten Spiel – die Dritte Mannschaft hält Kurs!

Der Mannschaftskampf gegen St. Tönis stand lange unter ungewissen Vorzeichen, da nicht klar war, wie viele Stammspieler fehlen würden. Schlussendlich mussten wir mit Roman, Dietmar und Dieter gleich auf drei Spieler verzichten. Leider ließen sich mit Natascha und Joachim nur zwei Ersatzleute finden. So war, als klar wurde, dass wir zu siebt antreten würden, die Rechnerei groß. St. Tönis hatte uns beim letzten Aufeinandertreffen mit ½ : 7½ nach Hause geschickt. Ein Mannschaftsremis hätte gereicht, um bei einem Sieg im letzten Hinrunden-Spiel gegen Turm Krefeld den Vorsprung auf Uerdingen zu halten. Aufgrund des Ergebnisses im Vorjahr hatte ich auch eine mögliche Niederlage in meine Kalkulation einbezogen. Doch wie schon in der Saisonvorbereitung, als ich den zweiten Platz als Ziel ausgab, strafte mich meine Mannschaft auch dieses Mal Lügen.

(Brett 3)   von beiden Mannschaften nicht besetzt   0 : 0 (kampflos)
Nicht nur wir, sondern auch die Gastgeber traten nur zu siebt an. Zufällig ließen beide Mannschaften dasselbe Brett frei (nominiert waren unser Roman Ronken und der St. Töniser Alexander Kalinowski), also wurde die Begegnung mit 0 : 0 gewertet. Ein seltenes Ergebnis im Schach und ein Ergebnis, das meine Rechnereien ad acta legte, denn nun war es wieder ein personell ausgeglichener Mannschaftskampf.

(Brett 2)   Walter Schüller – Paul Küllertz   0 : 1
Pauls Partie zeigte im Mittelspiel starre Strukturen im Zentrum auf, die bei meinen Blicken vom Nachbarbrett ein kompliziertes Endspiel vermuten ließen. Daran hätte sich nach dem von Paul eingeleiteten Figurenabtausch im Zentrum nicht viel geändert. Doch sein Gegner entschied sich, statt ruhig ins Endspiel überzuleiten, mit einem Bauernsturm f4, e5 nebst vorhergegangenem g3 auf Läuferjagd zu gehen. Paul, der einen Läufer auf b7 stehen hatte, ignorierte den drohenden Figurenverlust zu Recht und sicherte sich mit Dc6 die Diagonale, was die Königsstellung des St. Tönisers unhaltbar machte.

(Brett 5)   Tobias Graven – Bruno Schüller   1 : 0
Ob es nun Tobias´ Eröffnung war oder die Behandlung seines Gegners, die Stellung, welche sich nach einigen Zügen entwickelt hatte, war mehr als nur kurios. Bis auf die abgetauschten Figuren noch alles auf den Grundreihen stehend, fand sich Tobias mit zwei Doppelbauern im Zentrum wieder. Zwar konnte durch den Verlust von zwei Bauern ein normales Zentrum geschaffen werden, der Raum- und Stellungsvorteil drehte sich jedoch in Richtung St. Tönis. Aber auch hier war es eine zu offensive Fortsetzung, die Tobias gut auszunutzen wusste. Er gewann eine Qualität, danach schien der St. Töniser völlig den Faden zu verlieren, was Tobias einen weiteren Figurengewinn und den Sieg einbrachte.

(Brett 6)   Robert Fedler – Karl-Heinz Höffkes   1 : 0
Das Ende von Karl-Heinz´ Partie ließ sich auch nach mehreren Versuchen nicht rekonstruieren. Bei meinem ersten Blick auf das Brett hatte sich noch nicht viel getan, doch Karl-Heinz´ Stellung sah soweit ganz gut aus. In der späteren Analyse zeigte sich zwar, dass er durchaus etwas offensiver zu Werke hätte gehen können, aber das war an dieser Stelle nicht entscheidend. Beim meinem zweiten Blick, eine halbe Stunde später, hatten sich die Stellungen gelichtet und Karl-Heinz stand mit Material weniger da und der Rest war dann, wie man so schön sagt, wohl Geschichte.

(Brett 7)   Joachim Schmäck – Klaus Kruijer   1 : 0
Es muss kurz nach Karl-Heinz´ Niederlage gewesen sein, als Joachim mit einer „zu einfachen Partie”, wie er sagte, den alten Vorsprung wiederherstellte. Eine Ablehnung auf Französisch, eine gekonnte Offensive und ein Opfer auf h7 ließen keinen Zweifel, dass Joachim seinen Gegner zu jedem Zeitpunkt im Griff hatte.

Als ich das 3 : 1 auf dem Mitteilungsblatt notierte, fiel mir auf, dass wir nur noch einen Punkt von einem Sieg entfernt waren. Fritz führte zu diesem Zeitpunkt eine scharf geführte Partie am Damenflügel, schien aber alles im Griff zu haben. Natascha hatte einen Turm weniger und stand leider auf Verlust.

(Brett 1)   Sascha Verkoyen – Stefanie Vinken   1 : 0
Ich entschied mich heute für eine aggressive aber gut spielbare Variante, in der ich meine Königsstellung zu Gunsten von eingesperrten schwarzen Figuren und Druck auf der f-Linie früh öffnete. Solche Entscheidungen sind zumeist eine Gratwanderung. Entweder man schafft es seinem Gegner das Spiel zu diktieren oder man muss sehen, wie man die geöffnete Stellung irgendwie verteidigen kann. Heute war ersteres der Fall, so dass der notwendige Befreiungsschlag meiner Gegnerin zu meinem Sieg führte.

Als meine Partie vorbei war, hatte ich wieder ausgeblendet, dass dies auch zum Mannschaftssieg reichte. Erst als Paul sagte, das war´s, und mir einen herzhaften Klaps gab, stellte sich Erleichterung ein. Danke Paul! 

Auch wenn Fritz und Natascha mehr Aufmerksamkeit verdient haben, seien die letzten beiden Partien hier schnell erzählt.

(Brett 4)   Jürgen Bähren – Fritz Alsdorf   ½ : ½
Fritz spielte leider wieder eine Partie, von der ich nicht viel mitbekam. Beim nächsten Mal werde ich mir immer zuerst Fritz´ Partie ansehen.  Auf jeden Fall ging es bei ihm an Damenflügel heiß her. Und ich bin mir sicher, dass Fritz die Partie gewonnen hätte, da er dem Augenschein nach die bessere Stellung hatte. Nachdem der Mannschaftskampf entschieden war, gab er jedoch kurz entschlossen Remis.

(Brett 8)   Uli Becker – Natascha Kraft   1 : 0
Natascha spielte heute eine Partie nach dem Motto: „Den darf ich auf keinen Fall ziehen, aber ich ziehe ihn trotzdem.” So stand sie schnell mit einer Figur und später mit einem Turm weniger da. Trotzdem kämpfte sie bis zum Schluss und gab erst auf, als wirklich alles entschieden war.

Am kommenden Spieltag – dem letzten der Hinrunde – ist unser größter Konkurrent Uerdingen spielfrei, während wir uns im Spiel gegen Turm Krefeld die Herbstmeisterschaft sichern können. Wenn wir wieder so auftreten wie heute, mache ich mir keine Sorgen darum, dass wir unseren Vorsprung auf Uerdingen halten können.

Danke an diesem Weg noch an unsere Zuschauer Rosi (als Partieformular-für-den-Spielbericht-Organisatorin) und Wolfgang (als Spielanalysator und Stimmungsheber).

Sascha Verkoyen

 

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Stand: 30. November 2010