Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

1. Mannschaft

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6. Spieltag  (16. 2. 2020)

SG Solingen V - Concordia Viersen I   3½ : 4½
 

Am sechsten Spieltag der Verbandsklasse spielten wir auswärts beim abstiegsgefährdeten Aufsteiger SG Solingen V.

Wir traten wieder in Stammbesetzung an, die Solinger wie meistens mit einem (guten) Stammersatzspieler.

(Brett 6)   Jan-Hendrik Berents – Michael Gerndorf   ½ : ½
Michael spielte heute das Kurzremis des Tages. Nach 15 Zügen hatte er schon einige Figuren abgetauscht, die Abwicklung in ein völlig ausgeglichenes Turmendspiel stand an. Eine ausführliche Analyse nach der Partie bestätigte das Ergebnis.

(Brett 7)   Heinz Strater – Wolfgang Zimdars   1 : 0
Heinz kam gut in die Partie und gewann bald einen Mehrbauern im Zentrum. Danach ließ er die Sache etwas schleifen, doch zum Glück erkannte sein Gegner die Chance nicht. Wenig später fand Heinz wieder zurück in die richtige Spur, und mit einem kraftvollen Königsangriff holte er sich den Sieg.

Die nächsten Partien endeten vor und nach der Zeitkontrolle.

(Brett 2)   Hans-Joachim Boschek – Michael Glinzk   1 : 0
Michaels Gegner opferte im Mittelspiel eine Figur für Angriff am Königsflügel. Zunächst schien es, dass Michael alle Drohungen abwehren und seine Mehrfigur nutzen konnte. Doch als die gegnerischen Bauern mit in den Angriff vorrückten, wurde die Situation schwieriger, und am Ende brach Michaels Verteidigung zusammen.

(Brett 3)   Jürgen Ebert – Helmut Meckel   1 : 0
Jürgen kam mit einem Königsangriff im frühen Mittelspiel in Vorteil, gewann eine Qualität und einen Mehrbauern. Nach und nach tauschte er Figuren ab, was die Stellung zwar entschärfte, aber seinen Vorteil stabilisierte. Im Endspiel suchte sein Gegner noch einmal Gegenspiel über den Damenflügel zu bekommen. Jürgen nutzte die Gelegenheit, um seinen Angriff am Königsflügel wieder „scharf zu machen” und gewann damit die Partie.

(Brett 1)   Armin Thelen – Athanassios Vranidis   ½ : ½
Armin spielte eine ruhige und jederzeit ausgeglichene Partie. Der Remisschluss war die logische Folge. Damit ist Armin als einziger in unserer Mannschaft weiterhin ungeschlagen.

(Brett 4)   Wolfgang Steinbach – Christoph Hollender   1 : 0
Ich erreichte nach dem Abtausch der meisten Leichtfiguren eine ziemlich ausgeglichene Stellung, mit Angriffsmöglichkeiten über die einzige offene Linie vielleicht ein wenig besser für mich. Doch mit zwei schwachen Zügen kurz nacheinander verdarb ich meine Möglichkeiten. Der erste verschlechterte die Stellung, der zweite kostete mich eine Qualität und führte in ein verlorenes Endspiel.

Wir sind eine Mannschaft. Wir spielen zusammen. Wir gewinnen zusammen oder wir verlieren zusammen. Jeder darf bei uns mal eine Partie verpatzen, und jeder darf mal der Held sein, der am Ende des Tages den benötigten Punkt holt.
Nun brauchten wir beim Zwischenstand von 3 : 3 aus den letzten beiden Partien mehr als zwei Remis, um den Mannschaftskampf zu gewinnen. Allerdings waren zwei ziemlich ausgeglichene Stellungen auf den Brettern ...

(Brett 5)   Egon Klaus – Marius Fränzel   ½ : ½
Egon stand nach der Eröffnung etwas gedrückt. Er opferte eine Qualität für einen Bauern, um sich zu befreien, kam danach besser ins Spiel und gewann später noch einen zweiten Mehrbauern. So mündete die Partie in ein Endspiel mit Springer und vier Bauern gegen Turm und zwei Bauern. Egon konnte seine Freibauern aber nicht verwerten. Schließlich gab er sie ab, um die letzten schwarzen Bauern zu eliminieren, sein Gegner gab den Turm für Egons letzten Bauern, und so wurde es Remis.

(Brett 8)   Fabian Beyer – Wilfried Rahn   0 : 1
Wilfried hatte nach der Zeitkontrolle Raumvorteil und die aktiveren Figuren auf einem ziemlich vollen Brett, aber nichts Konkretes gegen die weiße Verteidigung. Nach langem Manövrieren fand er dann eine kleine taktische Kombination, mit der er einen zentralen Bauern gewann. Damit öffnete die Stellung sich weiter, Wilfried bekam mehr Drohungen und konnte seinen Vorteil schrittweise vergrößern. Umringt von den mitfiebernden Mitspielern beider Seiten spielte er ruhig weiter, und nach fünfeinhalb-stündigem Kampf gewann er schließlich die letzte und entscheidende Partie des Tages.
Das brachte ihm nicht nur die Glückwünsche von uns allen ein, sondern auch die Anerkennung der Solinger: „Das nenne ich einen Mannschafts-Kampf!”

Dieser Sieg brachte uns erstmals in dieser Saison an die Tabellenspitze, denn im Parallel-Kampf verlor der bisherige Tabellenführer Wuppertal gegen Düsseldorf. Nun gilt es für uns, diese Position zu verteidigen.

Das nächste Spiel der 1. Mannschaft ist am Sonntag, 8. 3., ein Heimspiel gegen Turm Kamp-Lintfort II.

Christoph Hollender

 

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Stand: 20. Februar 2020