Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

1. Mannschaft

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9. Spieltag  (19. 5. 2019)

Concordia Viersen I - PSV Duisburg II   6 : 2
 

Am letzten Spieltag der Verbandsklasse hatten wir ein Heimspiel gegen die Zweitvertretung des PSV Duisburg.

Nachdem wir in den vorigen beiden Spielen die erhofften Siege verpasst und nur einen Mannschaftspunkt eingefahren hatten, war nun Wiedergutmachung angesagt. Um es vorwegzunehmen: Das gelang uns heute deutlich, und mit einem klaren Sieg bescherten wir uns einen versöhnlichen Saisonabschluss.

Wir spielten wieder in Stammbesetzung. Die Duisburger traten nur zu siebt an – ich kassierte einen kampflosen Punkt – und sie gaben an den hinteren Brettern jüngeren Spielern eine Chance.

(Brett 7)   Marek Wonsik – Wilfried Rahn   0 : 1
Wilfried baute sich zunächst verhalten auf, platzierte dann seine Figuren in Richtung Angriff und öffnete die Stellung. Mit einem schönen Opfer leitete er einen Königsangriff ein, und schon wenige Züge später gab der Weiße kurz vor dem Matt auf.

(Brett 6)   Egon Klaus – Luca Venier   1 : 0
Egon stand von Beginn an optisch gut, doch aus seinem Zentrumsangriff konnte er zunächst kein Kapital schlagen, sein Gegner fand immer wieder eine Verteidigung. Nach dem Damentausch schien die unmittelbare Gefahr vorbei, doch dann verkalkulierte sein Gegner sich, und Egon schaffte den Durchbruch. Beide hatten offensichtlich noch Spass am Spiel und setzten die Partie im Schnellschach-Tempo fort bis zum Matt.

(Brett 8)   Frank Heinrichs – Nicolas Kellermann   ½ : ½
Frank bekam in einer Stellung mit isoliertem Damenbauer keinen Vorteil. Nach dem Abtausch einiger Figuren bot er Remis an, was sein Gegner zunächst ablehnte. Im Endspiel mit Dame, Turm und jeweils sechs Bauern wurde es dann doch remis.

(Brett 2)   Michael Glinzk – Michael Kilkowski   ½ : ½
Michael baute einen Angriff im Zentrum auf, gegen den sein Gegner eine gute Verteidigung fand. Nach dem erzwungenen Damentausch blieb eine remisverdächtige Stellung auf dem Brett. Michael versuchte noch einige Zeit Vorteil zu gewinnen, doch es blieb letztlich beim Remis.

(Brett 5)   Goran Atanasovski – Heinz Strater   0 : 1
Heinz baute sich zunächst am Damenflügel auf und öffnete dann den Königsflügel. Seine Königsstellung geriet nun bald unter Beschuss, sein Gegner opferte mehrmals und setzte damit alles auf eine Karte, spielte aber nicht präzise genug. Heinz konnte seinen König gerade noch retten, bekam offene Linien, um seinerseits den weißen König anzugreifen, und gewann dann mit einem spektakulären Damenopfer die Partie.

(Brett 1)   Erwin Spitzer – Armin Thelen   1 : 0
Armin ließ dem Mannschaftsführer der Gäste den Ehrenpunkt. Nachdem sein Gegner lang rochierte, wählte Armin ebenfalls die lange Rochade, um Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen. Dennoch kam der weiße Angriff schneller ins Rollen, Armins König fand keinen sicheren Platz, und in der Zeitnot wurde die Verteidigung immer schwieriger. Nach der Zeitnotphase war das Brett ziemlich aufgeräumt, aber Armin hatte nun im Endspiel eine Figur weniger und gab bald auf.

(Brett 3)   Mahboobullah Kooshani – Jürgen Ebert   0 : 1
Jürgen gewann im Mittelspiel mit einem kleinen taktischen Manöver einen Mehrbauern. Danach entfaltete er ein schönes Angriffsspiel, kassierte noch einen zweiten Bauern und drang mit Turm und Dame auf der zweiten Reihe ein. Damit war die Stellung praktisch schon entschieden. Mit einem Qualitätsopfer beseitigte er die letzte Verteidigung, gewann dann mit einem Königsangriff das Material „mit Zinsen” zurück und wickelte ab in ein einfach gewonnenes Endspiel.

So fand eine Saison, in der wir allzu oft nicht überzeugend gespielt haben, doch ein zufriedenstellendes Ende. Der heutige Sieg katapultierte uns sogar auf den 4. Tabellenplatz, womit wir wenigstens ein Saisonziel noch erreicht haben.

Außerdem beendeten wir damit eine historische Kuriosität: Seit dem ersten Aufstieg unserer 1. Mannschaft in die Verbandsklasse Niederrhein vor nunmehr 27 Jahren ist jede Concordia-Mannschaft, die in der Verbandsklasse spielte, am Ende der Saison entweder auf- oder abgestiegen. Nun schafften wir – ausgerechnet in einer Saison, in der es so viele Auf- und Absteiger gibt wie nie zuvor – zum ersten Mal den Klassenerhalt.

Wir freuen uns auf die nächste Saison in der Verbandsklasse!

Christoph Hollender

 

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Stand: 19. Mai 2019