Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

1. Mannschaft

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9. Spieltag  (14. 5. 2017)

Concordia Viersen I - OSC Rheinhausen I   3½ : 4½
 

Am letzten Spieltag der Verbandsliga ging es im Spiel gegen den OSC Rheinhausen um die sprichwörtliche „goldene Ananas”. Konsequent stellte Mannschaftsführer Christoph vor Spielbeginn als Siegprämie eine frische Ananas auf den Tisch. Smiley

Die Ausgangslage war simpel: Rheinhausen stand im oberen Mittelfeld, wir im unteren Mittelfeld, Auf- und Abstieg war für beide nicht mehr möglich – es ging nur noch darum, ein paar schöne Partien zu spielen. Was uns einigermaßen gelang.

Nun ja, einige Kleinigkeiten hier und da hätten schöner sein können. Und das Ergebnis natürlich. Aber egal.

Bei uns setzte Jürgen aus, dafür spielte wieder Wilfried. Die Gäste aus Rheinhausen mussten gleich mehrere Stammspieler ersetzen, was bei ihrer guten „Reservebank” aber kein Problem war.

(Brett 2)   Michael Glinzk – Alex Heinert   0 : 1
Michael eroberte im frühen Mittelspiel einen Zentralbauern, wurde dann aber von einem Qualitätsopfer seines Gegners überrascht, mit dem dieser einen scharfen Angriff im Zentrum einleitete. Eine Menge Material wanderte vom Brett, am Ende behielt Michael ein Endspiel mit etwas schlechterer Stellung und einem Bauern weniger. Bei beginnender Zeitnot verlor er noch einen zweiten Bauern und gab dann auf.

(Brett 7)   Anatolij Emeljamov – Frank Heinrichs   1 : 0
Frank spielte eine scharf geführte Partie mit entgegengesetzten Rochaden. Frank geriet am Königsflügel unter erheblichen Druck, kam dann aber zu einem Gegenangriff, mit dem er seinerseits auf den weißen König zielte. Darauf fand sein Gegner jedoch eine Antwort, die Franks Pläne effektiv durchkreuzte. Wenige Züge später war die Partie dann auch vorbei.

(Brett 4)   Michael Gerndorf – Prusoth Vijayakumar   1 : 0
Michael versuchte es nach dem frühen Damentausch mit einem Vorstoß im Zentrum, der ihm aber außer einem weit vorgerückten Bauern nichts einbrachte. Im Endspiel mit Türmen und ungleichfarbigen Läufern hatte Michael wegen seiner schlechten Bauernstellung eigentlich keine Aussichten, doch sein Gegner wandte sich nun auf den Damenflügel, um dort zwei Bauern zu gewinnen, während Michael am Königsflügel vorrückte, einen zweiten Bauern nach vorne brachte und damit die Partie noch gewann.

(Brett 5)   Alperen Günaydin – Heinz Strater   0 : 1
Heinz opferte in der Eröffnung einen Bauern, sein Gegner nahm das Gambit an, dafür bekam Heinz Angriffsspiel mit seinen Figuren. Nach verschiedenen Manövern und einigen Abtäuschen gelang es Heinz schließlich, entscheidend mit Dame und Springer in die weiße Stellung einzudringen. Er gewann Bauern und eine Qualität; den Rest ließ sein Gegner sich nicht mehr zeigen.

Damit beendete Heinz auch die erstaunliche Erfolgsserie des jugendlichen Rheinhauseners, der zuvor in dieser Saison in acht Partien acht mal siegte!

(Brett 6)   Egon Klaus – Werner Fehmers   0 : 1
Egon war schon früh mit seiner Stellung nicht zufrieden. Wirklich kritisch wurde es aber erst später: Am Königsflügel behielt Egon eine geschwächte Bauernstruktur, im Zentrum rückte sein Gegner immer weiter vor, und Egons König kam nicht aus der Mitte weg. Letztlich fand Egon keine Verteidigung mehr und gab auf.

(Brett 8)   Wilfried Rahn – Carsten Reisloh   ½ : ½
Wilfried erspielte sich im Laufe der Partie einen Stellungsvorteil, den er aber zu keiner Zeit in etwas Materielles umsetzen konnte. Nachdem sein Gegner die Zeitnot überstanden hatte, akzeptierte Wilfried in immer noch etwas besserer Stellung Remis.

(Brett 1)   Eugen Heinert – Armin Thelen   ½ : ½
.Armin musste im Mittelspiel einigen Druck am Damenflügel aushalten, hielt die Stellung aber immer ausgeglichen. In eigener Zeitnot bot sein Gegner Remis, was Armin nach einigem Zögern akzeptierte.

(Brett 3)   Stefan Mohrholz – Christoph Hollender   ½ : ½
Ich baute nach und nach einen Angriff auf der a-Linie auf, mein Gegner auf der f-Linie. Dort verteidigte ich mich nicht optimal und musste bei der Abwicklung ins Endspiel einen Bauern abgeben. Dafür bekam ich Gegenspiel mit meinem aktiven Turm. Schließlich akzeptierte mein Gegner den Turmtausch, sein Mehrbauer war nicht mehr haltbar, und damit wurde es nach 54 Zügen und fast 5 Stunden Remis.

So verloren wir den letzten Mannschaftskampf der Saison mit 3½ : 4½ Brettpunkten, und die Gäste nahmen außer den Punkten auch die Ananas mit nach Hause.

Im Rückblick auf unsere die Saison überwiegt die Zufriedenheit. Erfolge und Misserfolge wechselten sich ab, am Ende blieben wir nur um weniges hinter einem ausgeglichenen Ergebnis. Den Klassenerhalt hatten wir schon vor dem letzten Spiel sicher und damit unser Ziel erreicht. In einer weitgehend ausgeglichenen Liga kamen wir am Ende „nur” auf den 8. Tabellenplatz, was auch an den Ergebnissen des letzten Spieltags lag. Dass wir mit anderen Mannschaften mithalten können, haben wir gezeigt, allerdings haben wir auch gesehen, dass nicht allzuviel schief laufen darf, wenn wir in dieser Liga bestehen wollen.

Wir freuen uns auf die nächste Saison in der Verbandsliga!

Christoph Hollender

 

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Stand: 15. Mai 2017