Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

1. Mannschaft

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9. Spieltag  (5. 6. 2016)

SC Erkrath I - Concordia Viersen I   2½ : 5½
 

Sieg !
Meister !
Aufstieg !

Am letzten Spieltag einer langen Saison erreichten wir unseren größten Erfolg seit vielen Jahren: Wir kletterten – zum ersten Mal überhaupt in dieser Spielzeit – auf den ersten Tabellenplatz der Verbandsklasse und schafften damit den „Durchmarsch” in die Verbandsliga !

Drei Mannschaften kämpften an diesem Spieltag noch um die Meisterschaft: neben uns die beiden Teams aus Düsseldorf und Kaarst. Wir brauchten also unbedingt einen Sieg in unserem Spiel in Erkrath, aber das allein genügte nicht: Gleichzeitig musste der direkte Vergleich unserer beiden Konkurrenten mit einem Unentschieden oder einem knappen Sieg für Düsseldorf enden. Nur so würde für uns der Weg an die Spitze frei.

In unserer Aufstellung setzte Jürgen aus, dafür spielte wieder Wilfried am 8. Brett. Die Erkrather überließen die drei letzten Brettern drei schwächeren Reservisten.

Erwartungsgemäß punkteten wir dann auch an den hinteren Brettern voll. Das erste Ergebnis lieferte aber Armin am Spitzenbrett.

(Brett 1)   Armin Thelen – Jerome Neumair   ½ : ½
Armin und sein Gegner erreichten im Mittelspiel bald eine Stellung, die beide als völlig ausgeglichen bewerteten. Folgerichtig beendeten sie die Partie mit Remis. Damit beendete Armin die Saison an Brett 1 ungeschlagen; zugleich avancierte er mit 6 Punkten (3 Siege und 6 Remis) zu unserem besten Punktesammler.

(Brett 8)   Daniel David – Wilfried Rahn   0 : 1
Wilfried baute sich mit schwerem Material zum Angriff am Königsflügel auf. Sein Gegner griff einmal fehl, das nutzte Wilfried um einen Turm zu gewinnen. Damit war die Partie dann auch schon beendet.

(Brett 7)   Frank Heinrichs – Yoshiya-Ken Hosono   1 : 0
Frank erreichte im Mittelspiel nicht viel, allenfalls einen hauchdünnen Stellungsvorteil. Im Turmendspiel übernahm er dann die Initiative, und nach dem Abtausch der Türme behielt er ein einfach gewonnenes Bauernendspiel auf dem Brett.

(Brett 6)   Gürkan Oler – Egon Klaus   0 : 1
Egon ging nach entgegengesetzten Rochaden am Damenflügel vor und überließ seinem Gegner dafür etwas Raum auf der anderen Seite des Brettes. Am Ende war Egons Angriff mit zwei verbundenen Freibauern schneller und kraftvoller und brachte ihm den Sieg ein.

(Brett 2)   Martin Mog – Christoph Hollender   1 : 0
Ich spielte in einer komplizierten Stellung nicht konsequent genug, geriet unter Druck und musste schließlich die Dame für Turm und Läufer abgeben. Nach einem weiteren Fehler in der Zeitnotphase nutzte mein Gegner die Gelegenheit, um das Zentrum zu öffnen und seinen Materialvorteil zur Geltung zu bringen.

(Brett 4)   Cedric Neumair – Michael Gerndorf   0 : 1
Michael wagte im frühen Mittelspiel einen Bauernraub am Damenflügel und überließ seinem Gegner dafür Raum im Zentrum. Später verschaffte Michael sich mit einem Qualitätsopfer einen weiteren Mehrbauern. In der Stellung wurde sein Springer dann so stark, dass der Gegner die Qualität zurückgeben musste und Michael die beiden Mehrbauern behielt. Der Rest war Technik.

(Brett 5)   Heinz Strater – Moritz Hansen   1 : 0
Heinz opferte früh in der Partie einen Bauern für aktives Spiel, bekam aber weniger als er sich erhofft hatte. Lange Zeit sah es so aus, dass er mit einem Bauern weniger ums Remis kämpfen musste. Doch im Endspiel mit Dame und Springer bekam Heinz eine Chance, die er sofort nutzte: Nach einem unmotivierten Damenzug seines Gegners gewann Heinz mit einem Königsangriff zwei Bauern, dann den Springer, und nach dem Damentausch blieb ihm ein Freibauer, der die Partie gewann.

(Brett 3)   Michael Glinzk – Joachim Kutzner   0 : 1
Nachdem alle anderen Partien beendet und der Mannschaftskampf entschieden war, war Michaels Gegner nicht mit einem Remis zufrieden, sondern kämpfte im Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern weiter um den Sieg. Michael verzichtete auf den Versuch, aktives Gegenspiel zu bekommen, und verteidigte sich am Ende nach mehr als fünfeinhalb Stunden Spielzeit etwas zu nachlässig, was ihn eine Figur und die Partie kostete.

Damit hatten wir unseren Teil getan. Der fünfte Mannschaftssieg in Serie setzte den Schlusspunkt unter eine erfolgreiche Saison!

Nun blieb nur die offene Frage: Wie groß war unser Erfolg? Was machte die Konkurrenz? Der letzte Zwischenstand, von dem wir wussten (herzlichen Dank dafür an Peter Ringelstein und den Düsseldorfer SV) war 4 : 3 für Kaarst und „wahrscheinlich” würde Düsseldorf die letzte Partie gewinnen zum 4 : 4. Es fehlte nur noch die letzte Ergebnismeldung.

Und die ließ auf sich warten. Wir starteten zu unserer Saison-Abschluss-Feier und wussten nicht, was wir feierten. Zwischendurch ging immer wieder der Blick zum Handy – nein, nichts Neues. Es wurde 17 Uhr, 18 Uhr ... keine Meldung. Schließlich gingen wir auseinander und wussten immer noch nicht Bescheid. Etwas später, ich war gerade zu Hause angekommen, kam endlich die Bestätigung: Unsere Konkurrenten hatten tatsächlich unentschieden 4 : 4 gespielt, und damit rückten wir allein an die Spitze.

             

Wir freuen uns auf die nächste Saison in der Verbandsliga!

Christoph Hollender

 

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Stand: 8. Juni 2016