Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

1. Mannschaft

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9. Spieltag  (18. 5. 2014)

Concordia Viersen I - WSB Krefeld I   5 : 3
 

Am letzten Spieltag der Bezirksliga hatten wir die Schachfreunde WSB Krefeld zu Gast, die nach einigen Jahren in der Bezirksklasse wieder in die Bezirksliga zurückgekehrt sind.

Wir spielten wieder einmal in einer neuen Aufstellung, mit Norbert und Sandro an den hinteren Brettern. Die Gäste aus Krefeld kamen in Stammbesetzung.

Für beide Mannschaften stand am letzten Spieltag nichts wichtiges mehr auf dem Spiel: Aufsteiger Krefeld hatte den Klassenerhalt sicher, wir konnten uns nicht mehr nach oben verbessern. So stand bei der Begegnung in freundlicher Atmosphäre die Freude am Spiel im Vordergrund, was zu einigen langen und durchaus umkämpften Partien führte.

(Brett 8)   Sandro Schulten – Oleg Borodin   ½ : ½
Sandro und sein Gegner machten eine Ausnahme. Nach der Eröffnung erhielt Sandro ein frühes Remisangebot, das er nach kurzem Überlegen annahm.

(Brett 7)   Izrail Chevkine – Norbert Weibes   1 : 0
Norbert stand nach der Eröffnung etwas unangenehm und hatte Schwierigkeiten bei der Entwicklung seines Königsflügels. Später in der Partie ließ er sich auf eine riskante Königswanderung ein, um einen Materialverlust zu vermeiden, was dann aber nicht gut ging.

(Brett 6)   Wilfried Rahn – Boris Kouznetsov   1 : 0
Einige Zeit später besorgte Wilfried den Ausgleich. Die Entscheidung in der Partie fiel erst, als sein Gegner, der im Mittelspiel sehr langsam agierte, in Zeitnot geriet. Wilfried brachte seinen Angriff am Königsflügel ins Rollen, gewann dort eine Figur, und mit nur noch 40 Sekunden für die letzten 5 Züge vor der Zeitkontrolle gab sein Gegner auf.

(Brett 1)   Alexandre Goikhman – Michael Glinzk   1 : 0
Michael gewann im Laufe des Mittelspiels einen Bauern am Damenflügel, dafür bekam sein Gegner gute Felder für seine Leichtfiguren. In dieser Situation spielte Michael im Sinne der Mannschaft weiter auf Gewinn, statt die Stellung zu stabilisieren. Dabei schwächte er seine Königsstellung und verlor danach nicht nur den Mehrbauern, sondern auch noch eine Qualität und schließlich die Partie.

(Brett 3)   Jakov Seleznev – Michael Gerndorf   0 : 1
Michael gewann ebenfalls im Mittelspiel einen Mehrbauern am Damenflügel, dafür musste er in der Folge einen Angriff am Königsflügel aushalten. Dies gelang, und als sein Gegner im weiteren Verlauf öfters nicht die besten Züge fand, drehte Michael den Spieß herum: Mit einigen überraschenden taktischen Manövern gewann er einen zweiten Bauern, dann eine Qualität und schließlich die Partie.

(Brett 4)   Christoph Hollender – Oleksandr Donin   1 : 0
Ich bekam im Mittelspiel einen schönen Angriff am Königsflügel, den ich auf vollem Brett schrittweise weiter verstärkte. Damit gewann ich die Dame gegen Turm und Springer, kassierte noch einen gegnerischen Bauern ein und hielt den Druck aufrecht. Am Ende machte mein Gegner mehrere Zeitnot-Fehler, ich gewann noch eine Figur, mit nur einer Sekunde auf der Uhr machte mein Gegner den 39. Zug und mit meinem 40. Zug setzte ich ihn matt.

Zwei Partien gingen über die Zeitkontrolle. Der Zwischenstand von 3½ : 2½ war für uns praktisch die „halbe Miete”, denn Armin hatte inzwischen ein unverlierbares Endspiel auf dem Brett. Die erste Entscheidung fiel dann in Egons Partie.

(Brett 5)   Alexandre Konev – Egon Klaus   0 : 1
Egon bekam anfangs einen schönen Angriff am Königsflügel, der aber nicht durchdrang; später wurde der weiße Gegenangriff im Zentrum stärker. Daraufhin entschloss Egon sich zu einem riskanten Figurenopfer, statt in ein schlechteres Endspiel abzuwickeln. Nach einem spannungsreichen Schlagabtausch blieb ein Endspiel auf dem Brett, in dem Egon einen Mehrbauern, dafür aber nur einen Springer gegen den gegnerischen Turm hatte. Der Turm kassierte zwei von Egons Bauern am Damenflügel, währenddessen Egon die Gelegenheit nutzte, um am Königsflügel zwei Freibauern vorwärts zu schieben – und schließlich gewannen Egons Freibauern die Partie und den Mannschaftskampf!

(Brett 2)   Armin Thelen – Mark Golenshyn   ½ : ½
Armin gewann im späten Mittelspiel einen Mehrbauern und wickelte dann in ein Endspiel ab, in dem außer Königen und Bauern nur noch ungleichfarbige Läufer auf dem Brett blieben. In einem komplizierten Endspiel suchte Armin dann lange nach einem Gewinnweg, sein Gegner fand aber immer eine Verteidigung, und so endete die letzte Partie des Spieltags schließlich remis.

Damit kam eine Saison mit Höhen und Tiefen zu einem positiven Ende. Der abschließende 4. Tabellenplatz in der Bezirksliga ist nicht schlecht, aber wir hatten uns anfangs mehr vorgenommen. Zwei deutliche Niederlagen gegen die Konkurrenten aus Emmerich und Nettetal mussten verdaut werden. Im letzten Spiel zeigte die Kurve aber wieder nach oben.
Top war die Leistung von Michael Hartges, der mit 7 Siegen aus 8 Partien eine beinahe perfekte Saison spielte. Armin Thelen kam als zweitbester Punktesammler auf 6½ Punkte und blieb nach einer Auftakt-Niederlage in 8 Spielen hintereinander ungeschlagen.

Auf Wiedersehen in der Saison 2014/2015 !

Christoph Hollender

 

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Stand: 19. Mai 2014