Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

1. Mannschaft

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5. Spieltag  (19. 1. 2014)

Rheydter SV II - Concordia Viersen I   2½ : 5½
 

Im ersten Spiel im neuen Jahr traten wir als Gast beim Rheydter SV II an. Unsere letzte Begegnung gegen diesen Gegner lag fast drei Jahre zurück: Damals gab es einen epischen Kampf mit sieben Remisen und einer Niederlage, und am Ende ließen die Rheydter die Sektkorken zur Aufstiegsfeier knallen. Diesmal revanchierten wir uns deutlich.

Zwei Konstanten gab es im Vergleich über die Jahre hinweg: In beiden Begegnungen gewannen die Rheydter jeweils nur eine Partie – übrigens war es beide Male derselbe Spieler. Und ich spielte remis.

In unserer Mannschaft setzte Iliyan heute aus; dafür spielte wieder Wolfgang am 8. Brett. Außerdem meldete Michael sich sehr spät noch krank, zu spät um einen adäquaten Ersatz zu finden. So gingen wir in Unterzahl ins Spiel. Die Rheydter bestritten in dieser Saison jedes Spiel in einer anderen Aufstellung, so auch dieses Mal, und wieder einmal mit einem Stammersatz- und einem Ersatzspieler an den Brettern 7 und 8.

Nach dem Spiel fragte der Rheydter Mannschaftsführer in seiner Zusammenfassung, warum sie wohl verloren hätten. Die Standardantwort „Wir hatten mehr Michaels und außerdem den besseren Wolfgang”   wäre etwas billig (zumal die Rheydter in ihrer Mitgliederliste überhaupt keinen Spieler mit dem Namen Wolfgang haben). Eine präzisere Antwort wäre vielleicht, dass wir heute nicht schlecht gespielt haben. Wir gaben den Rheydtern wenige Chancen, und sie nutzten noch weniger.

In den ersten Stunden des Mannschaftskampfs geschah nicht viel. Am leeren 3. Brett lief die Uhr ab zum kampflosen 0 : 1. Um 11 Uhr begannen im Nebenraum zwei Mannschaftsspiele der U12-Jugend-Verbandsliga, um 12 Uhr waren sie bis auf eine Partie schon wieder beendet. Eine halbe Stunde später stand dann auch bei uns das erste erspielte Ergebnis fest. Dabei sah es schon seit einiger Zeit gut für uns aus, vor allem an den hinteren vier Brettern: Egon und Michael bekamen schönen Angriff im Zentrum, Wilfried gewann früh eine Qualität, und Wolfgang gewann noch größeren Vorteil. Wolfgang war es dann auch, der als erster punktete.

(Brett 8)   Ralf Heinrichs – Wolfgang Rothkugel   0 : 1
Nach einer ungewöhnlichen Eröffnung probierte Wolfgang im Mittelspiel die Gangart zu verschärfen. Dabei rechnete er genauer und tiefer als sein Gegner, bei einem größeren Abtausch gewann Wolfgang dank eines Zwischenschachs eine Figur. Bei reduziertem Material spielte der Gegner dennoch unbeirrt weiter und gab erst einen Zug vorm Matt auf.

(Brett 7)   Wilfried Rahn – Serge Heidenreich   1 : 0
Wenig später brachte Wilfried uns in Führung. Wilfried gewann früh in der Partie eine Qualität gegen einen Bauern, brauchte dann aber in einem damenlosen Mittelspiel lange, bis er diesen Vorteil wirken lassen konnte. Zwischenzeitlich verpasste sein Gegner einmal die Gelegenheit, die Qualität zurückzugewinnen; wenige Züge später schlug Wilfried dann zu: Er gewann eine Figur und damit die Partie.

(Brett 5)   Egon Klaus – Armin Kaumanns   1 : 0
Egon bekam nach der Eröffnung einen schönen Angriff, der ihm letztlich aber nichts einbrachte. Nach einem Generalabtausch mit Auflösung des Zentrums bot Egon Remis an. Die Partie ging aber weiter, und nach dem nächsten Zug entfuhr dem Rheydter ein selbstironisches „Toll”: Für einen vermeintlichen Bauerngewinn hatte er sich in eine Fesselung manövriert, und Egon gewann einen Läufer gegen zwei Bauern. Nun erwartete ich ein gewonnenes Endspiel, aber so weit kam es nicht mehr: Egon fand einen durchschlagenden Mattangriff, nach wenigen Zügen war die Partie schon zu Ende.

(Brett 1)   Michael Glinzk – Meer Kuperman   0 : 1
Am ersten Brett bekamen die Rheydter den einzigen erspielten Gegenpunkt. Michael ging nach der Eröffnung am Königsflügel vor, danach antwortete sein Gegner am Damenflügel. Nach einem Einschlag des gegnerischen Springers auf c2 gab es anscheinend keine ausreichende Verteidigung mehr; Michael konnte das Eindringen der gegnerischen Figuren noch ein wenig verzögern, aber nicht mehr verhindern, und gab dann auf.

(Brett 2)   Dirk Heß – Armin Thelen   0 : 1
Armin bekam im Mittelspiel einen Mehrbauern quasi geschenkt. Als er im späten Mittelspiel einen zweiten Mehrbauern einsackte, wurde es spannend: Sein Gegner richtete alle verbliebenen Figuren gegen Armins Königsstellung, Armin bekam seinerseits Angriff gegen den weißen König. Bei knapper Bedenkzeit behielt Armin den Überblick, parierte alle Drohungen und vergrößerte zugleich seinen Materialvorteil. Noch vor der Zeitkontrolle stand Armins Sieg schließlich fest.

Beim Zwischenstand von 4 : 2 für uns gab der Rheydter Mannschaftsführer seinen verbliebenen Mitspielern die Devise, sie müssten es nun auskämpfen. Da wir nur noch ein Remis aus zwei Partien brauchten, war die Lage aber eher günstig für uns. Michael hatte ein Damenendspiel mit einer „wilden” Bauernstruktur, das er nicht mehr verlieren sollte; ich hatte es etwas schwerer in einem Turmendspiel mit Minusbauer, das theoretisch remis war, aber noch einige Präzision erforderte.

(Brett 6)   Alexander Goujov – Michael Hartges   0 : 1
Michael und sein Gegner brachten die Sache schneller zu Ende. Michaels Zentrums-Angriff hatte ihm zwar keinen materiellen Vorteil eingebracht, nach dem Generalabtausch blieb ihm aber die bessere Stellung mit der aktiveren Dame, einem vorgerückten Freibauern und der besser gesicherten Königsstellung. Sein Gegner versuchte es mit der Brechstange und gab mehrere Bauern ab, um noch irgendeinen Angriff auf Michaels König zu erhalten. Aber erfolglos. Als Michael schließlich die letzte Dauerschach-Drohung aus dem Spiel nahm, war die Partie vorbei und der Mannschaftskampf zu unseren Gunsten entschieden.

(Brett 4)   Karl-Heinz Schneider – Christoph Hollender   ½ : ½
Nach der Eröffnung bekam ich zunächst Angriff im Zentrum, der aber nach und nach verpuffte. Dafür hatte ich die Flügel vernachlässigt, und mein Gegner nutzte die Gelegenheit, um einen Bauern zu gewinnen. Vor der Zeitkontrolle wickelten wir in ein Turmendspiel mit drei gegen vier Bauern am Königsflügel ab, das theoretisch remis sein sollte. Mein Gegner suchte einen Gewinnweg, doch meine Verteidigung hielt. Auch nachdem der Mannschaftskampf entschieden war, kämpfte er noch lange weiter, bis zum letzten Bauern – erst einen Zug vorm Patt endete schließlich die letzte Partie des Tages.

Mit diesem Sieg sind wir in der Tabelle der Bezirksliga vorgerückt bis auf den 3. Platz, 2 Punkte hinter den beiden ungeschlagenen Spitzenreitern aus Nettetal und Emmerich.

Das nächste Spiel der 1. Mannschaft ist am Sonntag, den 9. Februar ein Heimspiel gegen SG Nettetal I.

Christoph Hollender

 

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Stand: 19. Januar 2014