Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

1. Mannschaft

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3. Spieltag  (10. 11. 2013)

Mönchengladbacher SV I - Concordia Viersen I   2 : 6
 

Am 3. Spieltag waren wir zu Gast beim „Liga-Neuling” Mönchengladbacher SV. Der einstmals große Traditionsverein aus der Nachbarstadt ist nach einigen unterklassigen Jahren wieder in die Bezirksliga zurückgekehrt und empfing uns gastfreundlich in der kleinen, aber feinen Bibliothek des Altenheims am Eickener Markt.

In unserer Mannschaft war Iliyan heute nicht dabei; dafür spielte Wolfgang am 8. Brett. Die Gastgeber spielten wieder ohne ihre nominelle Nr. 1; und unser früherer Mitstreiter Thomas Witte, Neu-Mönchengladbacher seit einigen Monaten, verzichtete auf das Wiedersehen.

Gemäß Aufstellung waren wir an den hinteren Brettern favorisiert, und dort entschieden wir auch den Kampf zu unserern Gunsten.

(Brett 7)   Wilfried Rahn – Zdenko Dimic   1 : 0
Wilfried sorgte heute für den ersten Punkt. Im Mittelspiel lehnte er ein zwischenzeitliches Remisangebot ab und überspielte dann seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst. Am Ende kam er mit einem Turm auf die schwarze Grundreihe, gewann eine Figur und die Partie.

(Brett 8)   Wolfgang Froitzheim – Wolfgang Rothkugel   0 : 1
Wolfgangs Partie bot zunächst nur eine ziemlich spröde Dynamik. Doch Wolfgang tanzte seinem Gegner so lange mit zwei Springern vor der Nase herum, bis dieser „Milch gab” und Wolfgang einen Bauern gewann. In der Folge verstärkte Wolfgang den Druck im Zentrum, die weiße Stellung brach zusammen und Wolfgang gewann.

(Brett 5)   Egon Klaus – Robert Müllers   ½ : ½
Egon ging in seiner Partie am Königsflügel vor, sein Gegner am Damenflügel. Nachdem das meiste Material abgetauscht war, vereinbarten beide in einem völlig ausgeglichenen Leichtfigurenendspiel Remis.

(Brett 6)   Klaus Felder – Michael Hartges   0 : 1
Michael stand in der Eröffnung gedrückt; zwischenzeitlich hielt er seine Stellung für deutlich schlechter. Doch schließlich konnte er sich befreien und die Partie offener gestalten. Am Ende gaben Michaels taktisches Geschick und die Zeitnot seines Gegners den Ausschlag: Michael gewann einen Turm, und mit weniger als einer Minute Restbedenkzeit gab sein Gegner die Stellung auf.

Beim Zwischenstand von 3½ : ½ für uns war der Mannschaftskampf praktisch entschieden, und die übrigen vier Partien endeten bald nacheinander.

(Brett 1)   Michael Glinzk – Gert Fischer   ½ : ½
Michael erhielt vorab von unserem „neunten Mann” Michael Oehlers den Tipp, dass sein Gegner, der erst seit gut zwei Jahren im Verein spielt, ein wirklich guter Schachspieler ist. Dem begegnete Michael heute mit „kontrollierter Offensive” (so sah es für mich zumindest aus) und erreichte im Mittelspiel eine gute Stellung. Ein Remisangebot seines Gegners nahm er nach einiger Überlegung schließlich an.

(Brett 2)   Ulrike Fischer – Armin Thelen   0 : 1
Armin stand schon klar auf Sieg, als Michael am Nebenbrett das Remisangebot erhielt. Dabei sah es zuvor nicht so gut für ihn aus; seine Stellung am Damenflügel war beengt und nicht wirklich schön. Doch dann nutzte Armin einen Fehler seiner Gegnerin und gewann einen ganzen Turm gegen einen Bauern. Wenige Züge später gab seine Gegnerin auf.

Damit war der Mannschaftskampf endgültig gewonnen; und dies war wie ein Signal, auch die letzten Partien bald zu beenden.

(Brett 3)   Michael Gerndorf – Roger Kircher   ½ : ½
Michael spielte ein seltenes Gambit. Sein Gegner ließ sich jedoch auf keine taktischen Abenteuer ein, sondern verteidigte solide, so dass Michael „nur” die aktive Stellung als Kompensation für den geopferten Bauern bekam. Dabei blieb es praktisch das ganze Mittelspiel über, bis zum Remisschluss.

(Brett 4)   Nikolaos Zachos – Christoph Hollender   ½ : ½
Ich ließ mich in der Abwicklung zum Endspiel auf eine ungleichgewichtige Bauernstruktur ein, von der ich mir praktische Chancen versprach. Im Endspiel mit Turm und Läufer verlor ich zwischenzeitlich einen Bauern, gewann ihn dann wieder zurück, dann machten wir Remis und der Mannschaftskampf war um Punkt 14 Uhr zu Ende.

Fazit: Heute hatten wir nicht nur mehr Michaels, sondern auch den besseren Wolfgang in der Mannschaft; unser Erfolg war also hochverdient.  Trotz des deutlichen Siegs sind wir in der Tabelle der Bezirksliga kein bisschen vorwärts gekommen und stehen unverändert auf den 5. Platz – da ist immer noch Luft nach oben.

Das nächste Spiel der 1. Mannschaft ist am Sonntag, den 1. Dezember ein Heimspiel gegen Turm Rheydt I.

Christoph Hollender

 

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Stand: 10. November 2013